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des Saarlandes

Bereich Bezügeabrechnung: ELStAM: Lohnsteuer aufgrund gemeldeter ELStAM-Daten (Elektronische LohnSteuerAbzugsMerkmale)

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ELStAM: Lohnsteuer aufgrund gemeldeter ELStAM-Daten (Elektronische LohnSteuerAbzugsMerkmale)

Einführungszeitraum 2013
Mit dem erstmaligen Abruf der ELStAM-Daten, also der Lohnsteuermerkmale, wurden diese für Ihre Bezügeabrechnung verwendet. In der Regel gab es keine Abweichungen zu den bisherigen Angaben auf der Lohnsteuerkarte 2010.  Dort, wo es zu Abweichungen kam, wurden die jeweiligen Mitarbeiter schriftlich darüber informiert.
Die Frage, die sich jetzt für viele Mitarbeiter stellt, lautet: Wie geht es weiter? Muss ich meine Freibeträge ab 2014 wieder neu beantragen?

Zeitraum ab 2014
Bis zum Jahr 2009 erhielten Sie regelmäßig im Herbst von der Gemeinde Ihre Lohnsteuerkarte. Diese diente nicht nur als Dokument, das an den Arbeitgeber auszuhändigen war, sondern auch für Sie als Hinweis auf z.B. Freibeträge, die von Ihnen jährlich neu zu beantragen waren. Diese wurden in den Jahren bis zur Einführung von ELStAM eingefroren. Im Einführungszeitraum 2013 mussten die Freibeträge wieder neu beantragt werden. Ab 2014 müssen Sie sich gegebenenfalls  erneut um eine Beantragung kümmern. Die Anträge sind auf den vorgeschriebenen Formularen bei Ihrem Wohnsitzfinanzamt einzureichen.

Neu zu beantragen sind unter anderem:

  • Kinderfreibeträge, sofern Ihr Kind im Laufe des Jahres 2014 volljährig wird und bestimmte Kriterien erfüllt, z.B. Ausbildung, Studium, Bundesfreiwilligendienst, freiwilliges Jahr u.a.
    Für Kinder in Ausbildung kann der Kinderfreibetrag für die Dauer der Ausbildung, bei einem Studium der Regelstudienzeit, festgeschrieben werden, sodass für diesen Zeitraum der Freibetrag nur zum Beginn einmal beantragt werden muss.
  • Lohnsteuerklasse II für Alleinerziehende
  • Werbungskostenfreibetrag, z.B. für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte
  • Falls Sie im Jahr 2014 heiraten, wird automatisch die Lohnsteuerklassen-Kombination IV/IV vergeben. Wünschen Sie die III/V, muss diese beim Finanzamt beantragt werden
  • Neben dem Steuerklassenwechsel bei Heirat kann weiterhin einmal jährlich ein Antrag auf Steuerklassenwechsel gestellt werden.
  • Falls Sie von Deutschland ins Ausland ziehen, müssen Sie dies unverzüglich dem Betriebsstättenfinanzamt Ihres Arbeitgebers mitteilen. Hier erhalten Sie auch eine „Bescheinigung für den Lohnsteuerabzug“, da für Sie ab diesem Zeitpunkt das ELStAM-Verfahren nicht mehr durchgeführt werden kann. Diese Bescheinigung geben Sie bitte bei ihrem Arbeitgeber oder der Bezügeabrechnung der RZVK ab. Die Bescheinigung ist jährlich neu zu beantragen.

Denken Sie immer daran, bei Antragsstellungen die entsprechenden Unterlagen mitzunehmen (z.B. Ausbildungsvertrag).

Sollten ELStAM-Daten in Ihrer Bezügeabrechnung verwendet werden, die unrichtig sind, setzen Sie sich bitte schnellst möglich mit dem zuständigen  Finanzamt zwecks Änderung in Verbindung.

Nicht neu zu beantragen:

  • Festgeschriebene Pauschbeträge für Behinderte und Hinterbliebene
  • Bei einer Scheidung wird ab dem 1. Januar des Folgejahres automatisch die Lohnsteuerklasse I  per ELStAM übermittelt.
  • Kirchenein- oder Kirchenaustritt, Eheschließung, Geburt, Adoption oder Tod werden automatisch von den Meldeämtern an die Finanzverwaltung übermittelt.


WICHTIG
Anwendung des ELStAM-Verfahrens
Das ELStAM-Verfahren gilt nur, wenn Einnahmen individuell versteuert werden, d.h. mit Ihren individuellen Lohnsteuerabzugsmerkmalen. Daraus folgt, dass für alle Arbeitsverhältnisse mit Einnahmen, die ausschließlich pauschal versteuert werden oder steuerfrei sind, das ELStAM-Verfahren nicht zum Tragen kommt, z.B.:

  • geringfügig Beschäftigte, mit pauschaler Lohnsteuer
  • Ehrenbeamte, mit ausschließlich steuerfreier Aufwandentschädigung

ELStAM-Ausdruck
In besonderen Fällen kann es sein, dass der Abruf der ELStAM-Daten durch den Arbeitgeber für Sie von der Finanzbehörde gesperrt wird. In diesem Fall erhalten Sie eine Ersatzbescheinigung von befristeter Dauer. Bitte übergeben Sie diese schnellst möglich an Ihren Arbeitgeber bzw. die Bezügeabrechnung der RZVK.

Beschränkt Einkommensteuerpflichtige (mit Wohnsitz im Ausland)
Selbst wenn Ihnen aufgrund eines vorherigen Wohnsitzes im Inland eine Steuer-Identifikationsnummer erteilt wurde, kommt das ELStAM-Verfahren bei Ihnen nicht zur Anwendung. Bitte denken Sie daran, immer rechtzeitig vor Ablauf (in der Regel zum Ende des Kalenderjahres) Ihre „Bescheinigung für den Lohnsteuerabzug“ erneut beim Betriebsstättenfinanzamt Ihres Arbeitgebers zu beantragen.

KV/PV-Beitrag für privat Versicherte
Diese Beiträge werden noch nicht per ELStAM übermittelt. Bis auf weiteres gilt daher: Zur Berücksichtigung in der Bezügeabrechnung reichen Sie bitte – wie bisher – Beitragsbescheinigungen Ihres Versicherungsunternehmens (auf Papier) bei Ihrem Arbeitgeber oder der Bezügeabrechnung der RZVK ein.

Mehrere Arbeitsverhältnisse
Sie selbst entscheiden, welches Dienstverhältnis Sie als Haupt- und welches Sie als Nebenarbeitsverhältnis deklarieren. Wichtig: Teilen Sie bitte jedem Ihrer Arbeitgeber oder der Bezügeabrechnung der RZVK schriftlich mit, wofür Sie sich entschieden haben, denn unter Umständen muss eine elektronische Ummeldung erfolgen.

Neben den aufgeführten Beispielen gibt es noch viele andere, besondere Fallkonstellationen. Ansprechpartner bei Fragen dazu ist immer das für Sie zuständige Wohnsitzfinanzamt.

Weitere Informationen und Formulare zum elektronischen Antragsverfahren finden Sie unter https://www.elster.de/arbeitn_elstam.php
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